Brasswiesn Festival 2015 – ein musikalisches und fotografisches Erlebnis

Brasswiesn Festival 2015

Brasswiesn LogoAls ich erst kurz vor Beginn das Brasswiesn Festival in Eching (Landkreis Freising) im Internet entdeckte, war mir eines sofort klar: Ich wollte dort unbedingt fotografieren! Ein paar der Bands hatte ich bereits vorher live erlebt und daher zumindest eine ungefähre Ahnung davon, welch geballte Ladung hochkarätiger Musiker und Live-Performer dort aufspielen würden.

Brass ist das englische Wort für Messing und im übertragenen Sinn auch für Blechblasinstrumente. Wer aber bei Brasswiesn und Blasmusik ausschließlich an Bierzelt-Kapellen denkt, liegt weit daneben. Das Festival hatte eine große musikalische Bandbreite mit den prominenten Headlinern LaBrassBanda, Haindling, Moop Mama und Django 3000, internationalen Gästen wie der Youngblood Brass Band (USA) oder Babylon Circus (Frankreich) sowie einer bunten Mischung aus zwei Dutzend weiterer Bands und Kapellen. Auch die Freunde eher traditioneller Blasmusik kamen beispielsweise mit den Innsbrucker Böhmischen voll auf ihre Kosten. Alle Bands und Kapellen haben jedoch eines gemeinsam: Blasinstrumente spielen eine wichtige Rolle in ihrem musikalischen Repertoire.

Haindling bei der Brasswiesn
Kapelle Josef Menzl bei der Brasswiesn

Für jeden Geschmack war etwas dabei und gleichzeitig konnten die Festivalbesucher immer wieder Neues für sich entdecken. Noch relativ unbekannte Bands wie Monobo Son verwandelten das Bierzelt schon am frühen Nachmittag in einen brütend heißen Hexenkessel mit tosendem Publikum. Es gab aber genauso auch eher ruhigere Töne wie beim Auftritt von Haindling.

Tanzendes Publikum bei der Brasswiesn
Besucher der Brasswiesn

3 Bühnen, durchgehend Programm

Die drei Bühnen – eine große Open-Air Bühne, eine mittelgroße Bühne im Bierzelt und mit der Gamsbluat Alm ein Auftrittsort für die Nachwuchsbands – wurden abwechselnd bespielt. So wurde am Freitag und Samstag von mittags bis tief in die Nacht quasi pausenlos auf einer der Bühnen Musik geboten während auf den anderen Bühnen bereits für die nächste Band umgebaut wurde. Gleichzeitig war genug Platz um etwas abseits des Trubels ein kühles Getränk zu genießen oder an einem der zahlreichen Essensstände eine kulinarische Pause einzulegen. Zur Abkühlung bei den sommerlich-heißen Temperaturen lud der gleich nebenan gelegene Echinger See ein.

Platz vor der Hauptbühne der Brasswiesn
uffgeBrassd vor der Gamsbluat Alm

Brasswiesn am Samstag ausverkauft

Die Brasswiesn 2015 zählte am ersten Tag 6500 Besucher und 7000 am ausverkauften (!) Samstag. Bei Gesprächen mit Besuchern stellte ich immer wieder fest, dass der Gesprächspartner selbst ein (Blas-)Instrument spielt. So waren auf dem angrenzenden Zelt- und Campingplatz, wo viele auswärtige Gäste übernachteten, immer wieder spontane Jam Sessions zu hören. Auch zahlreiche Musiker, die kurz davor noch auf der Bühne gestanden hatten, entdeckte ich regelmäßig im Publikum. Es war eine wunderschön entspannte und freundliche Atmosphäre mit prächtiger Stimmung.

Fotografisch war es zwar ein Kraftakt mit 14-Stunden Tagen bei brütender Hitze aber auch ein fantastisches Erlebnis, bei der ich viele spannende Momente zahlreicher Auftritte mit der Kamera einfangen konnte. Vielen Dank an dieser Stelle an das Mucke Magazin und an die Veranstalter der Brasswiesn für die gute Zusammenarbeit.

Die Brasswiesn 2015 war für mich ein rundum fantastisches Wochenende – musikalisch und fotografisch.

Nächstes Jahr findet die Brasswiesn vom 5. – 7. August 2016 statt. Karten gibt es bereits im VVK auf www.brasswiesn.de. Ich werde definitiv wieder dabei sein!

Django 3000 bei der Brasswiesn
Trompasaund bei der Brasswiesn
Stefan Dettl von LaBrassBanda
Äl Jawala bei der Brasswiesn

Verwendung des Brasswiesn Logos mit freundlicher Genehmigung des Veranstalters.

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